Ideen und Gedanken zur Verkehrsführung im Salzkammergut

Bus und Privatauto sind am Stärksten in der Urlaubszeit bei uns zu finden. Das individuelle Reisen ist ungebunden im PKW und bequem, jedoch nicht immer optimal. Staus, Parkplatzsuche und das konzentrierte Fahren ermöglichen nicht die Beantwortung der Fragen der mitfahrenden Kinder (Familiengespräche während der Fahrt), Alkoholverbot kommt noch dazu, ganz zu schweigen zum Umweltbelastungsproblem, wenn im Jahr hunderttausende Autos durch unsere Ortschaften oder stillen Wälder fahren. Nun ja - wo es nicht anders geht, soll es so sein. Es gibt aber Attraktionen oder Gemeinden, wo Dieses nicht möglich ist und wo unsere Gäste ganz schönen Stress bekommen. Hier sollen meine Tipps für den öffentlichen Reiseverkehr gelten, eine Hilfe zur Verkehrs- und Umweltentlastung und zum Wohlbefinden unserer Urlauberfamilien, selbstverständlich auch für alle Anwohner!
Am Beginn könnte ein großer Auffangparkplatz stehen, der am Rande der Ortschaften mit einer großen Hinweistafel zu Angeboten des
Weiterkommens errichtet wird. Ein Zubringerbus (oder wo vorhanden - die Bahn, Straßenbahn, Schiff ...) sollte in einem günstigen Takt als City Verbindung in den Ort fahren, weitere Umsteigepunkte erschließen und, wo möglich, auch Attraktionen erreichen. Das führt zu enormen Entlastungen der Ortszentren und bei Funktionieren zum Wohlbefinden der Gäste und Anwohner. Was zu bezahlen wäre, müssen die Gemeinden bestimmen, Parkplatzgebühr oder besser Tageskarte für den City-Verkehr, beides zugleich ist nicht zu empfehlen. Mit Service, wie Fahrtzielanzeigen mit nächster Abfahrtszeit, Fahrkarten Automaten mit Tarifangaben, Bündelangebote für Vielfach Nutzungen und Hinweise auf lohnende Ziele, wäre eine größere Auslastung der gesamten Verkehrs- und Tourismuskette gegeben.
Der zweite Schritt sollte die Vernetzung der vorhandenen Verkehrs Angebote sein. Zentrallinien (Bahn und Fernbusse) bilden das Rückgrat des Überland- oder Fernverkehrs bis max. 100 km (außer IC Züge und internationalen Bahnen, dort sind noch größere Distanzen möglich). Angeschlossen ist, mit voller Umsteigegarantie - der kleine Regional- und Cityverkehr. Die Umsteige- und Zielpunkte (Attraktionen, Hotels, u.v.A.m.) sollten in einem
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Das SKG Verkehrssystem der nächsten Jahre - eine Vision mit innovativen Gedanken
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Gmundens Straßenbahn 2003 - zum Treffen verschiedener Generationen, hier wurden die Weichen zum Erhalt der Bahn gestellt.  Fotos: tivision.eu
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Konzept fest definiert sein. Wichtig ist die Vertaktung zu festen Zeiten, damit die Nutzer nicht an komplizierten Fahrplänen die Lust zum Mitfahren verlieren. Übersichtliche Hinweis - Systeme und ein gutes Preis- Leistungsverhältnis, vor allem für Vielfach Nutzer, sollten selbstverständlich sein. Die Einführung unmittelbar vor der Hauptsaison gelegen, sichert Auslastung und Erfahrungswerte, da eine kombinierte Inanspruchnahme durch Bewohner und Gäste vorhanden ist.
Und jetzt wird das Umdenken durch die Verkehrsexperten erforderlich! Ich hätte große Lust, sie einmal zu einer Schulstunde zusammen zu rufen und sie als erstes fragen wollen, was sie sich von ihrem eigenen Verkehrsmittel (ich meine natürlich Dieses, für welches sie die Geschäfte führen) wünschen würden und was sie glauben, dafür tun zu müssen. Die Antwort wäre sicherlich: maximale Beförderungsleistung mit mir maximalen Gewinn. (Das wäre richtig) Die zweite Frage können sie nur zögerlich beantworten, denn das hat etwas mit Erfahrung, mit Umdenken und Zielorientierung zu tun - und das findet der Fahrgast eben nicht!
Was will denn der Fahrgast?
Ganz einfach, er möchte schnell und sicher zu preiswerten Tarifen befördert werden und sein Ziel
innerhalb seines individuellen Zeitplanes erreichen. Schnell bedeutet, dass es Schnellfahrverbindungen zu den Zentren und Umsteigepunkten geben muss - das finden wir noch zu wenig. Sicher heißt: mit modernen Verkehrsmitteln - das finden wir schon zum großen Teil. Preiswert kann man bei hoher Auslastung sicherlich leichter umsetzen. Individueller Zeitplan ist relativ, denn ein Verkehrsmittel kann nur im Gesamtsystem funktionieren, aber ersichtlich sollte schon sein, dass man dem Fahrgast entgegenkommt - und das heißt: Taktfahrplan mit Anschlussgarantie und Verkehrszeiten, bei denen ein Mensch normalerweise reisen kann. (außer speziellen Nachtverbindungen) Unmöglich erscheint, Samstag Mittag bis Montag früh den Verkehr einzustellen und abneds jeweils 18.00 Uhr sich zur Ruhe zu begebn. Das funktioniert mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht.
Kommen wir deshalb zunächst zu den schnellen Verbindungen. Der dritte Schritt könnte die Schaffung von neuen Hauptlinien sein. (Diese ersten drei Schritte sollten natürlich in einem gemeinsamen Konzept zeitgleich umgesetzt werden)
Hier sehe ich den Salzkammergut Express Bus mit der Linienführung: Almsee - Grünau (ÖBB Anschluss) - Gmunden (ein Netz von Anschlüssen) - Altmünster (ÖBB) - Neukirchen - Steinbach (Atterseerundfahrt Bus und Schiff) - Unterach (Anbindung Richtung
Die Traunseebahn nach Vorchdorf hat die gleiche Spurweite wie die Strab GM, deshalb soll nach 2012 ein gemeisamer Betrieb erfolgen
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Wolfgangsee) - Scharfling (Mondseeschifffahrt und SKGLB). Die Verlängerung, nach St. Gilgen (SKGLB 1. BA)- Fuschl - Hof bei Sbg. - Salzburg H-Bhf (hier wieder ein Netz von Anschlüssen) - Flughafen SBG, könnte nach dem Vollausbau der SKGLB (Salzkammergut Lokalbahn oder auch Ischlerbahn) entfallen.
Der Betriebseinstellungswahnsinn aus 1957, ohne der Aktivierung einer touristischen Vermarktung, muss zurückgenommen werden. Diese schon viel besungene Bahn mit einer einzigartigen Trassenführung sollte in 1.000 mm Spur wiedererrichtet werden, um einen effektiven Betrieb in einheitlichen Nennweiten zu unterstützen und die Höchstgeschwindigkeit von mehr, als den früheren 30 km/h, erreichen. Eine Elektrifizierung (wie die alten Stern’schen Ideen zeigen) sollte von Beginn an vorgesehen werden und die Streckenführung im Teil 1 von Bad Ischl - Scharfling, Teil 2 bis Mondsee realisiert und eventuell mit Teil 3 über Zell am Irrsee nach Oberhofen zum ÖBB Anschluss verlängert werden. Vorschläge zu einer zeitgemäßen S - Bahn gibt es durch Interessenverbände bereits, diese Gedanken wären aufzugreifen und auch
unter dem Aspekt der Umweltentlastung umzusetzen. Die Verbindung nach Salzburg entsprechend der alten SKGLB ist nicht erforderlich, da Diese über die ÖBB Westbahn realisiert wird.
Ergänzend zu den oberen Visionen habe ich schon vor einigen Jahren einen Entwurf zu einer Salzkammergut Schnellbahn eingereicht, der aber überall durchgefallen war. Die anderen Ideen wurden gar nicht bearbeitet. Die Schnellbahn, ob nun als Einschienenbahn niveaufrei durch kreuzungsfreie Hochlage und automatisierbar durch eigenen Fahrweg, oder als 1.000 mm Schnellbahn auf traditionellem Gleisbett mit Teil-Zahnradstrecken bei Steilrampen und Tunneln an Bergpässen, sollte ähnlich des Planes verlaufen. (Trasse in Magenta s. Seite vorher) Umsteigepunkte und neue Attraktionen oder Hotels an vielen Unterwegspunkten ergänzen das Angebot. Ende 2014 kommt eine Reisebeschreibung aus 2020 in diese Page.
Was davon Traum oder Realität - jedenfalls eine Vision - sei, überlasse ich dem geschätzten Leser dieser Seiten. Schön wäre, wenn ..........
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