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Türkei 2008 - 2   November
Reisebericht   Autor: St. Tittel
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Es war nicht zu glauben - im Herbst 2008 hatten wir schon wieder gewonnen!
Ein großer Elektronikfachhandel ließ uns wieder über BigXtra eine Flugreise in die Türkei zukommen. Normalerweise hätten wir abgewunken, denn die wesentlichsten Türkei - Erlebnisse hatten wir schon, doch das angebotene Programm verblüffte uns derart, dass wir nicht “Nein” sagten.
Das Thema war eine Rundfahrt an der lykischen Küste mit den idyllischen Buchten, mit Myra und der Kirche des Hl. Nikolaus, Dalyan mit dem Delta der Caretta Schildkröten, die Felsenküste bei Kusadasi, das antike Ephesus südlich von Izmir (Smyrna), über das Mäandertal nach dem uns schon bekannten Pamukkale zu den Sinterterrassen mit der antiken Stadt Hierapolis und der Totenstadt Nekropolis sowie angekündigten 2 Tagen Antalya mit 100,- € Wellnesspaket. Das konnten wir nicht ausschlagen, zumal die Kosten für uns zu Rundfahrt, Hotels mit Ü/F, Gutschein und den Flug einschl. aller Gebühren 119,- € betrug. Am 05.11.2008 fuhren wir nach Linz, Abflug 10.50 Uhr. Das war eine gute Zeit, nicht zu früh und siehe da, auf dem kleinen Flughafen war schon viel los, die Gastronomiebereiche waren geöffnet und, wie in Österreich üblich, auch sehr gut besucht. Unsere Maschine war dieses Mal eine größere Boeing 757; kein Wunder, dass so viele Urlauber da waren, die Maschine war mit ca. 300 Personen fast voll. Ein ruhiger und erstklassisch ausgeführter Flug brachte uns nach Antalya. Der Ausblick aus dem Fenster war während der Flugzeit eher langweilig, da das Bild vom Abflug bis kurz vor der Landung unter uns gleichmäßig weiß war - ein dichtes Wolkenmeer (nicht Schnee und Eis!)
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vom Mittwoch
05.11.2008
bis Mittwoch
12.11.2008
unser Riesenvogel steht in Linz zum Abflug bereit, eine Boeing 757 für fast 300 Passagiere
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Der Flug brachte uns ein neues Erlebnis, welches wir so noch nicht kannten. Waren die Flüge mit deutschen Passagieren in der Phase des Duty Free Verkaufes eher ruhig (ein Jeder ging in eine abweisende Haltung über - nach dem Motto: sprich mich nicht an), so ging es in unserem Flugzeug nach dem Flugimbiss so richtig rund. Das hatte die Welt noch nicht gesehen. Die Verkaufswagen mussten ständig nachgefüllt werden, spezielle Produkte gesucht und gebracht werden, von den 5 Flugbegleitern waren Zwei nur beschäftigt, aus den Lagern nach eindrucksvoller Zeichengabe der Stewardessen Diverses aus den Kabinen zu besorgen. Das Geschäft lief auf Hochtouren und Alle hatten einen riesigen Spaß dabei, die Gäste - weil sie Vieles preiswert bekamen, die Stewardessen - weil sie ein gutes Geschäft hatten. Etwa 30 Min. vor der Landung, zur Ruhigstellung der Maschine zum Landeanflug, sollten die Aktivitäten eingestellt werden. Der Kapitän mahnte schon, da waren die Shopaktivitäten erst in der Hälfte des Flugzeuges, also bei uns in der Mitte Reihe 22. Ich schlug vor, dass sich die Crew auf 10 Reihen Abstand verteilt und den Verkauf im Heck des Fliegers rasant abwickelt. Und wirklich, sie brachten alle Waren bis kurz vor dem echten Landeanflug an den Mann (und natürlich Frau) und zogen sich im letzten Moment auf ihre Dienstsitze zurück, als die Räder schon fast den Boden berührten. So viel Spaß und Freude im Flugzeug hatten wir noch nicht kennen gelernt - und es sei schon mal vorab gesagt, der Rückflug war genau so.
Antalya begrüßte uns mit 26 °C, Sonne und einem nicht so vollen Terminal. Gut organisiert waren die Ankunftsstellen, geordnet nach Reisegesellschaften, so dass wir wieder schnell unsere Busse fanden. Nach dem Durchsehen der bekannten Listen war unsere Reisegruppe perfekt im Bus versammelt. Unsere Reiseleiterin Canan (gesprochen: Schanan) stellte sich vor und begleitete uns zum IC Airporthotel Antalya. Die obligate Einweisung zum Erwerb der Halbpension und zu erweiterten Reisemöglichkeiten (durch Zukauf) fiel dieses mal im Bus aus, das wurde dann im Hotel nach der Ankunft nachgeholt. Und wir wurden belehrt: Wenn die Koffer aus dem Bus geladen waren, sollten wir Diese stehen lassen, denn die Hotelboys sollten auch etwas verdienen, offiziell hieß es, sie haben Extra Aufzüge für Gepäck, um den Gästestrom nicht zu behindern. Ein Trinkgeld von 0,50 bis 1,- € je Gepäckstück wären angemessen. Mir gefiel das nicht so gut, da unsere kleinen Koffer kein Problem zur Selbst-Mitnahme waren - aber gut, wir wollten dieses Mal nicht herummeckern und auch alle organisierten Programmpunkte mitmachen. Eine Rundreise weist bereits mit dem Programm kaum Freizeit auf, so dass es besser war, die Angebote wahrzunehmen und zu bezahlen. Es kam natürlich auch der Hinweis, dass die Hotels weit außerhalb lägen und eine Eigenversorgung unmöglich sein würde. Bereits das IC Hotel, in dem wir jetzt waren, zeigte das beeindruckend: Zwar mitten in der Süd Stadt gelegen, doch am Haus vorbei führte nur eine Schnellstraße (Stadtautobahn) und weit und breit keine weiteren Häuser, Fußwege, Haltstellen ... - also wirklich abgeschottet. Natürlich hätten wir einen Weg zur Stadt gefunden, denn ein Taksi (bitte die türkische Schreibweise beachten, ein X gibt es nicht) ist immer in der Nähe gewesen, jedoch hatten wir nicht viel Zeit. Außerdem sollten wir ja am Reiseende lt. Plan zwei volle Tage in Antalya sein, da wollten wir uns schon die Stadt anschauen.
Das IC Hotel war ein trutziger Bau mit gewaltigen Säulen im Eingangsbereich der Straßenfront. Durch seine Drei-Seiten-Konstruktion entstand ein ruhiger Innenhof, der hauptsächlich durch einen großen Pool gefüllt war. Baden war dort noch möglich, doch eher nur für Hartgesottene, wie auch Kerstin, denn es waren höchstens 20 °C, doch kristallklar sauber. Am Restauranttrakt schloss sich ein Freisitz an, der nach dem Abendessen für Raucher, wie mich, interessant wurde. Ab Mai 2008 war in der Türkei das Rauchen in öffentlichen Räumen verboten, trotzdem standen im Hotel noch vereinzelt Aschenbecher herum, so an den Aufzügen oder in den Hauptgängen. Das Abendmenü entsprach der gehobenen Klasse des Hotels und war hervorragend optisch aufgebaut und hat auch gut geschmeckt. Zu den traditionellen drei Hauptspeisen der Türkei waren hier auch Nudeln und Pilze in Rahmsoße erhältlich, was mir gut tat. Am späteren Abend saßen wir im Restauranthof draußen, mussten uns aber um die Getränke weitestgehend selbst kümmern, denn das wenige Personal hatte uns wohl nicht mehr auf der Gästeliste. Erstmalig sahen wir in einem Hotelzimmer einen Flachbildfernseher, allerdings ging die Fernsteuerung nur bis Kanal 0, die Anderen waren nur mit P+ zu finden. Die Hotelbetten standen 30 cm auseinander und deuteten eher auf Dienstreisehotel hin.
Am nächsten Morgen ging es schon früh los, 6.00 Uhr Aufstehen, 6.30 Frühstück und 7.30 Uhr Abfahrt des Busses. Die Koffer sollten schon 7.15 Uhr dastehen, wir haben sie aber erst zum Einsteigen mitgenommen und das ging auch. 45 Minuten Frühstück war uns zu wenig, denn auch bei gemachter Hektik möchten wir früh unsere Ruhe haben und das Essen und Trinken genießen, immerhin hatten wir ja Urlaub.
Wir fuhren Richtung Süden, zur türkischen Süd-Spitze am Mittelmeer. Zunächst ging es noch viele Minuten durch Antalya - diese Stadt war riesig geworden, schon jetzt ca. eine Million Einwohner. Fährt man an Kemer vorbei Richtung Kas, so sieht man schon das atemberaubende Taurusgebirge bis zum Meer hinziehend und dann steil in das Wasser abstürzend. Links das Mittelmeer, rechts die aufragenden Berge und am Strand kleinere Badeoasen, noch nicht so wuchtig und ausgedehnt, wie an der türkischen Riviera. Bald schon wird die Berglandschaft am Ufer unpassierbar, die Straße weicht vor dem Olympos-Berg ins Landesinnere aus und nach einem Pass kommen wir wieder bei Finike, dem väterlichen Geburtsort unserer Reiseleiterin, an das Meer zurück. Nun ging es teilweise autobahnähnlich zu einem der südlichsten Punkte unserer Reise - zur Stadt Demre, oder besser bekannt als das antike Myra - mit Felsengräbern, antikem Theater und dem Hl. Nikolaus.
Schon bei der Einfahrt nach Demre sahen wir auf dem Berg die Akropolis über Myra. Erst als der Bus auf dem Parkplatz war und wir ausstiegen, sahen wir die antiken Kostbarkeiten. Da waren die berühmten Felsengräber, die uns schon von vielen Bildern bekannt waren und ein ständiges türkisches Reiseziel waren. Nun waren wir hier, durften aber nicht hingehen, denn erst nach der Einführung im antiken Theater hatten wir danach einen
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unser IC Hotel Antalya - wir schliefen an der Straßenseite, der Innenhof hatte aber südländiche Pflanzen und einen großen Pool im Innenhof
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Das Abendbrot Buffet sah oft - und das ohne Hintergedanken! - sehr farbig und frisch aus, mir fehlten aber die Fleisch - Highlights, ich bin doch kein Vegetarier. Da das Hotel eine hohe Klasse, und wegen der vielen Piloten hier, auch internationales Flair hatte, war das Essen hier noch in Ordnung

alle Fotos dieses Berichtes: tivision.eu 11-2008
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