Am Do. Morgen trafen wir uns nach dem Frühstück in der Lobby des Hotels, heute war der Begrüßungstag mit einem Busausflug zu den Manavgat Wasserfällen. Während dieser Fahrt sollten wir das Reiseprogramm kennen lernen und natürlich die zusätzlich angebotenen Ausflüge buchen.
Eine Reiseleiterin fragten wir, wo wir im Hotel á lá card essen könnten. Es stellte sich heraus, dass es Dieses nicht gab. Wir hatten zwar gelesen, dass ein italienisches Restaurant auf min. einen Tag vorherige Bestellung und Reservierung ein Essen anbietet, wir sollten uns dazu im Hotel durchfragen. Als wir unseren Missmut zu diesem Service äußerten, fragte sie nach unseren Namen. Darauf stellte sie fest, dass wir nicht auf ihrer Liste standen, wandte sich ihren Reisenden zu und ließ uns stehen. Später erfuhren wir, dass das 5 - Gang-Menü 35,- € kostete, da war uns der Appetit sowieso vergangen. Im “Sonnen-klar TV” war unsere Reise mit Flug, Hotel, Halbpension für 99,- € für eine Woche zu haben - und dann Das! Sicherheitshalber fragten wir den, von BigXtra beauftragten, Organisator, ob wir nach Bedarf das Abendbrotbuffet buchen könnten. Er, sitzend und rauchend, machte uns klar, dass so etwas nicht geht, da müsste man täglich unser Handgelenk-Kennungsband wechseln, mal nur Frühstück, mal mit Abendessen - nein, Das ginge nicht! Außerdem käme das Einzelessen am Buffet statt 14,- € für Daueresser nunmehr 25,- € für Einzel Abonnenten.  
Dann kam unser Reiseleiter, er machte einen sehr guten Eindruck, mit ihm kamen wir wesentlich besser klar. Er war 18 Jahre in Deutschland, dort aufgewachsen und studiert, sprach perfekt Deutsch und hatte damit beste Beschäftigungschancen im türkischen Tourismus. Wir waren auf seiner Liste (Gott sei Dank!), nun konnte es mit dem Bus nach Manavgat losgehen. Eine Informations-, oder besser, Verkaufsfahrt. Für den nächsten Tag war die Fahrt nach Pamukkale vorgesehen (2 Tage - Fr./Sa.), am So. Antalya mit Tanz der Derwische, Mo. eine Schiffsfahrt auf dem Manavgat Fluss mit Essen und all inklus. Getränke und am Di. der Besuch in Aspendos mit Essen unterwegs. Je Tag ca. 39,- €; zusätzlich war ein Hamam Besuch (türkische Sauna mit Wohlfühlmassage) buchbar (25,- €) - zum Glück diesmal einzeln nach Wunsch zusammenstellbar, dann allerdings ohne Rabatt. Antalya war für uns nicht so interessant, da die Stadt max. zwei Std. zu sehen ist, der Rest ist in der Gold- und nebenan in der Lederfabrik zuzubringen. Der Besuch der Hauptstadt beschränkt sich im wesentlichen auf den Marktbesuch - also kaufen, kaufen, kaufen - das wollten wir nicht.
An den Wasserfällen angekommen zeigte sich uns eine liebliche, zum Teil verspielte schöne kleine Welt. Mit Getöse fiel das Wasser ca. 4 m in die Tiefe, kleine Nebenbäche flossen durch das Besucherplateau, mit kleinen Brücken überspannt ergab das ein Wegelabyrinth mit schönen Blicken auf die imposante Wasserwelt. Wer Glück hatte, konnte auch Fische in den Bächlein sehen, die Diese als Aufstiegshilfe am Wasserfall benutzen.
Nach der Rückfahrt im Hotel angekommen, wollten wir eine Strandwanderung machen, ließen uns vom BigXtra Herren beraten. Er teilte uns mit, dass da gar nichts geht, der ganze Strand über zig km mit Hotels bebaut, Belek Ort über 10 km entfernt, Geschäfte alle geschlossen, große Baustellen - die man nicht durchschreiten dürfe und mit Hunden bewacht seien. Also - keine Empfehlung. Da der Strand (höchster Wellenschlag + fünf Meter) staatlich öffentlich war, machten wir uns auf den Weg. Wahnsinn - diese dichte Bebauung mit Riesen-Hotelanlagen. Wo noch Lücken waren, entstanden neue Riesenkomplexe. Einen Zugang zum Strand für das gemeine Volk konnten wir nicht entdecken, auf Nachfrage sagte man uns, “Die wissen schon, wo sie den Strand finden, alle 40 km ist das vereinzelt möglich”. Den Wachhund lernten wir kennen, ein harmloser und lieber Strandhund, der uns einige km begleitete. Nach einer Riesenbaustelle kamen schön gepflegte Hotelanlagen, die aber teilweise wirklich Winterpause hatten, aber von Security bewacht waren. Die schwarz gekleideten Herren machten Gartenarbeiten, wenn wir die Anlage betraten - also ganz unauffällig. Als ich jedoch in der nächsten Anlage, welche mit einem Strandkiosk in Betrieb war (Magic Life), ein Bier gegen Bezahlung bestellte, wurden wir von den Aufpassern aus der Hotelanlage verwiesen. Der Zutritt sei verboten. Das nächste Hotel sollte unser Zugang zur Zivilisation werden, wir wollten wieder zur Straße zurück. Die Strand- und Hotelpolizei hatte uns schon von Hotel zu Hotel gemeldet, weshalb wir beim Hotel Arkadia gleich von der Security empfangen wurden. Der freundliche Mitarbeiter geleitete uns am Rand der Anlage zur Straße, sagte zu uns, “Das ist verboten, aber einmal geht” und verschwand (natürlich nach einem kleine Trinkgeld). Wir waren glücklicherweise an der Verbindungsstraße ins Landesinnere, erreichten nach einem Kilometer das Ortszentrum von Belek und hatten so, mit der Hälfte der angekündigten km, die unfreundlichen Wanderempfehlungen aus unserem Hotel Asteria weit unterboten. Es war also nicht erwünscht, die Hotel Nachbarn oder das Volk in den Orten zu besuchen, wir wollten aber gerade Dieses tun. Völlig unverständlich war für uns die Sperrung einer Hauptstraße wegen einer Baustelle, ohne vorherige Hinweise und ohne Umleitung. Nur für Einheimische - nichts für Urlauber! Die Stadt konnte vor 15 Jahren noch nicht entdeckt werden, da sie neu errichtet wurde. Das  “Citycenter Belek” hatten wir besucht. Die Geschäfte waren geöffnet, Restaurants schwach besucht.
Türkei Februar 2008                                  Seite   2
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