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Version 3.7.  ab Sep. 2010
Urlaub in Südtirol 2010
                             Autor: St. Tittel
Der Inhalt der Erlebnisausflüge am Urlaubsplatz war etwas anders geplant, doch unsere Erkenntnisse erforderten eine Umplanung, die locker und leicht möglich war. Wir hatten schon sehr viel zu Südtirol gehört - aber es musste einfach selbst erlebt werden. Der Urlaub war überwältigend schön.
Wer mal unser Reiseziel besuchen möchte - hier die Adresse unserer Pension, die wirklich zu empfehlen ist!
Ort: Algund bei Meran im westlichen Südtirol, Vinchgau (Etschtal)
Höhe ca. 350 m NN, angrenzende Gipfel bis 2.800 m NN, Klima: fast mediterran!
Frau Hedwig Stocker, I - 39022 Algund, Marktgasse 10  Tel.: 0039 0473 44 74 83
großes Einfamilienhaus, im DG zwei Ferienwohnungen je mit zwei Schlafzimmern für je 3 Personen, je Zimmer eine Aufbettung möglich - also für gesamt 10 Personen. Zur Ferienwohnung gehört Bad/WC, ein großer überdachter Balkon und ein Aufenthaltsraum mit kompletter Küchenzeile und Geschirr, PKW Garage.
Verbindung mit Telefon oder Fax.  Kosten bei 2 Pers.: 22,- € je Pers. u.Nacht, Aufbettung: 10,- € p.P.  Preisstand: 2010!
Algund hat ca. 3.800 Einwohner, ist Nachbarort von Meran und eine große Anzahl Spazierwege sowie eine Unmenge von Pensionen, Apfel- und Weinplantagen. Es ist direkter Ausgangspunkt zu zahlreichen alpinen Bergtouren in naher Umgebung.
Urlaub zwischen Palmen und Eisgletschern innerhalb weniger als 100 km
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Ende Juli 2010
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Die Anfahrt planten wir durchweg auf mautfreien Strecken, dabei auch die Überwindung von Pässen. Auf Südtiroler Gebiet hätte es auch hohe Pässe gegeben, die wir bei der Anfahrt nicht nutzen wollten. Von Gmunden aus ging es nach Gosau und über den Pass Gschütt (ca. 1.000 m NN) Richtung Annaberg und Radstatt. Dann ein kurzes Stück im Ennstal und danach auf die B 99 über den Tauern- und danach über den Katschbergpass. War Obertauern (ein idealer Wintersport Ort hoch über den Wolken) noch bequem erreichbar war, forderte der Katschbergpass fahrerische Leistungen ab. Große Warnschilder mahnten das Einlegen des ersten Ganges - auch für PKW - ein, und das nicht zu unrecht. Man fährt nicht alle Tage über Steig- und Gefällestrecken von über 25%. Somit hatten wir die erste Mautstrecke umfahren, das Nadelöhr der A 10 am Tauerntunnel. Hier sind in der Urlaubszeit Wartezeiten von ein bis zwei Stunden vor der Blockabfertigung Gang und Gebe. Nun waren wir schon in Kärnten und fuhren auf der Autobahn Richtung Gmünd, unserem Abzweig in das Drautal Richtung Lienz i.Osttirol. Die Bundesstraße war anfangs gut ausgebaut, wurde nach den Abzweigen zur Großglockner Hochalpenstraße etwas schlampert. Ab Lienz sahen wir zu unserer Linken die ersten schroffen Dolomiten Gipfel. Ein imposanter Anblick. Und irgendwo da oben gab es eine durchgehende Passstraße, die wohl am Eingang zum Himmel verlief. Ich habe es nur auf der Landkarte verfolgt. Noch schnell preiswert tanken und dann auf: Richtung Italien. Unsere Route war: Innichen, Bruneck, Brixen, Bozen nach Meran.
Nach Lienz kamen die großen Bergmassive schon verdächtig nahe an die Bundesstraße heran, doch ab der italienischen Grenze wurde das Drautal wieder weiter. Auf der linken Seite begleiteten uns noch ca. 40 km lang die Dolomiten, die in der Hälfte der Strecke einen wahnsinnig tiefen Einschnitt zeigten. Hier begann die eigentliche Dolomitenstraße - vorerst im Abschnitt nach Cortina d’ Ampezzo. Es musste eine äußerst interessante Straße sein, denn lt. Karte schlängelte sich Diese durch Täler hinauf zu einer großen Menge von Pässen und wieder hinab. Wir wollten einige Abschnitte im Urlaub abfahren, egal ob mit oder ohne Maut. Die Bauleistungen der Menschen für solch alpinen Bergstrecken war für uns dermaßen beeindruckend, dass auch das Zahlen der Maut ein Beweis der Anerkennung sein sollte.
Vor Bruneck ging es dann wieder leicht bergab und das sollte so bis Bozen gehen. Allerdings konnte Kerstin beim allerbesten Willen den vor uns fahrenden LKW nicht überholen. Ständig Kurven und auf den Geraden Gegenverkehr. So ging es fast 100 km und die Nerven lagen schon etwas blank. Es zog sich bis Brixen dann doch recht lange hin, auf der Karte sah das kürzer aus. Der Maßstab der italienischen Karte war doch leider anders, als Der unserer österreichischen Teilkarte. Kurz vor Brixen war die Distanz zur Brenner Autobahn recht klein. Bis Bozen fuhren wir sprichwörtlich neben ihr, aber auf der B 12 eben mautfrei. Auch die Straße nach Bozen vorbei an der majestätischen Burg Klausen zog sich im anfangs noch breiten Tal lange hin. Nach Klausen wurde das Tal aber sehr verdächtig eng und bis Bozen wurde es abenteuerlich, zumindest was die Anordnung der Verkehrsanlagen betraf. Das musste man einfach mal von unten gesehen haben, denn ein Blick von der Autobahn, die sich größtenteils in ca. 50 m Höhe über uns dahin schlängelte, war beim besten Willen nicht möglich. Über fast 40 km verlief die Autobahn auf einer durchgehenden Brücke aufgestelzt am Talhang über uns seitlich entlang, nur unterbrochen von Tunneln. Auch die Ab- und Auffahrten verliefen größtenteils durch Tunnel. Bereits in Kärnten wunderten wir uns über solche Brücken kilometerlang an den Berghang geklebt. Der Hauptgrund ist der fehlende Platz in den Tälern und die Kreuzungsfreiheit vor allem in Bebauungsbereichen sowie der Schutz vor Bergrutschen, Muren ... Die Eisenbahn, die neben dem Eisackfluss und unserer Straße auch noch Flächen brauchte, wurde aber seitlich durch lange Tunnel geleitet, weil beim besten Willen dafür kein Platz mehr da war. Das alles beeindruckte wahnsinnig und war erst sprichwörtlich am Stadteingang von Bozen beendet, wobei die Autobahn weiterhin in schwindelerregender Höhe weiter verlief.
In einigen Abschnitten sahen wir Hotels, die zwischen Landstraße, Autobahn, Eisenbahn und Fluss auf engsten Raum angelegt sind. Eine Übernachtung der Durchreisenden wird möglich sein, einen Urlaub sollte man sicherlich hier nicht verbringen wollen. Beeindruckend war die Kulisse des Schlosses bzw. der Burg Klausen, die auf einem riesigen Felssporn über dem Eisacktal trohnte und einen vorzüglichen mittelalterlichen Kontroll- und Zollposten darstellte.
Nach Bozen ging es dann auf der mautfreien MEBO (Meran - Bozen) Schnellstraße weiter. Hier konnte Kerstin das erste mal seit 150 km wieder etwas Gas geben und die restlichen fast 20 km bis Meran waren im unteren Etschtal recht schnell durchfahren. Die breite 4 spurige Straße endete gerade an unserem Ziel, dem kleinen Ort Algund (ital. Lagundo), denn ab hier wurde das Etschtal wieder schmal und stieg fast 200 Höhenmeter auf einer recht kurzen Distanz an.
Durch Algund fanden wir unser Ziel relativ schnell, da wir durch die vorhandene Karte und den Hinweis “am Schwimmbad” unser Quartier unkompliziert fanden.
Unsere kleine Sorge zu Sprachschwierigkeiten war nach dem Empfangsgespräch nun völlig dahin. Wir waren ja bisher nur mit dem Zeigefinger auf der Karte in Südtirol, jetzt konnten wir erleben, was dahinter steckt. Eine flächenmäßige recht große Landschaft der Extraklasse mit mediterraner Vegetation, zumindest um Meran und einer ordentlichen Tiroler Sprache. Es sind in Ost-West Richtung doch über 200 km, also kein Katzensprung zwischen “Schnalstal” und “Drei Zinnen”. Italienisch steht auf allen Ortstafeln, Anzeigen, Erklärungen und Hinweisen, aber meist an zweiter Stelle. Deutsch ist die Hauptsprache, alle Einheimischen sprechen deutsch (und meist auch italienisch - was ganz toll war) und die Sehnsucht nach einer Angliederung an Tirol war stärker ausgeprägt, als wir glaubten. Die Traditionen siegen eben über die verordneten Teilungen, was ein Spruch am Timmelsjoch kurz und eindrucksvoll zeigte. (Dazu später)
Kerstin, Jürgen und Ute vor unserer Ferienwohnung Algund
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Die Lienzer Dolomiten vor Innichen am Grenzübergang IT
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links pben die Brennerautobahn ...und immer wieder drunter und drüber bis Bozen, dann wurde das Tal breiter
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